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Monatsrückblick Februar 2020

Irgendwie sind diese Monatsrückblicke immer sehr stricklastig. Deshalb glaube ich, dass ich mich von nun an in dieser Rubrik auch aufs Stricken beschränken werde. Der ganze andere Kram, der so passiert, ist entweder sowieso nichts, das ich im Internet breittreten muss, oder noch viel uninteressanter als mein Stricken 😜
Also, was wurde im Februar fertig?

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Buchkritik #2 – The Testaments

Quick facts

  • Verfasser: Margaret Atwood
  • Jahr der Veröffentlichung: 2019
  • Originalsprache: Englisch
  • Gelesen auf: Englisch

Inhalt

Der deutsche Titel des Romans „The Testaments“ von Margaret Atwood lautet „die Zeuginnen“ – und darum geht’s im Grunde auch. Es gibt quasi drei Erzählerinnen, die sich abwechseln, zwei der drei Ausführungen sind in Form von Transkripten von Zeugenaussagen verfasst, die dritte hat tagebuchartigen Charakter. Man erkennt die jeweilige Sprecherin an einem Emblem, das am Kapitelbeginn steht. Im Buch selbst wird nicht genau gesagt, wann sich die Handlung abspielt, sie scheint aber etwa 15 Jahre nach den Geschehnissen von „The Handmaid’s Tale“ angesiedelt zu sein. Die drei Protagonistinnen sind Frauen in unterschiedlichen Rollen in der dystopischen Gesellschaft von Gilead. Anfangs sind sie noch scheinbar unabhängig voneinander, nach und nach entspinnt sich aber eine Geschichte, in die alle drei verwickelt sind. Sehr viel mehr kann man eigentlich auch nicht über die Handlung sagen, ohne zu viel zu spoilern. Wer den Vorgänger auch gelesen oder die dazugehörige Serie geguckt hat, kennt zumindest das Setting. Für alle anderen: Die Welt ist eine Dystopie, Gilead ist ein Staat, der sich anstelle von Teilen der USA gebildet hat und eine Gesellschaft hat, die von strengen Rollenbildern und der konsequenten Abwertung von Frauen und anderen Minderheiten geprägt ist. Es gibt nur noch sehr wenige Frauen, die Kinder gebären können, die entweder als sog. Wifes ihr Dasein fristen, oder aber als Handmaid – in dieser Rolle sind die Frauen im Haus eines Mannes „angestellt“, um dort in abstoßenden Ritualen regelmäßig vergewaltigt zu werden und dann das Kind dieses Mannes zu gebären – wohlgemerkt nur zu gebären, aufgezogen wird es von der Ehefrau dieses Mannes. Überhaupt sind die Frauenrollen in Gilead allesamt niederen Tätigkeiten gewidmet, bzw. untätigen. Sie dürfen nicht lesen, schreiben oder Berufen nachgehen – mit Ausnahme der sog. Aunts, die ebenfalls eine Sondergruppe darstellen, die Enthaltsamkeit geschworen hat und „für die Ehe verdorben“ sind. Die Rolle der Aunts wird auch erst in diesem Buch genauer beschrieben.

Kritik

Die Reaktionen auf dieses Werk sind gemischt. Bei goodreads bin ich über die Aussage gestolpert, dass das Buch einfach überflüssig sei. Die Welt habe dieses Buch nicht gebraucht. (Diese Meinung spiegelt sich aber vor allem in den ausführlichen Wortmeldungen wieder, es hat trotzdem eine Wertung von 4,22 Sternen bei knapp 130.000 Bewertungen.) Und ja klar, die Welt hat dieses Buch nicht gebraucht. Aber ist das nicht auch irgendwie der Sinn von Belletristik? Literatur hat ja nunmal nicht nur einen reinen Bildungsauftrag, sondern will auch immer ein Stück weit unterhalten. Außerdem hat dieses Buch auch dem Fandom mehr Futter gegeben – das wird natürlich auch nicht immer nur positiv gesehen, i know. (*hust* Pottermore *hust*)
Was ich damit sagen will: Ich fand das Buch gut. Es war sehr spannend, es hat (zumindest mir) viele neue Einsichten und Erkenntnisse über Gilead geliefert und es ließ sich gut durchlesen. Für mich, die ich den Vorgänger gelesen habe, aber nicht tief im Fandom stecke und auch keine allzu hohen Ansprüche an meine Autorinnen und Autoren habe, war es ideal. Eine Ausführung der gileadischen Gesellschaft, der restlichen Welt darum herum und sogar einen Perspektivenwechsel in einigen Aspekten. Deshalb hat das Buch von mir auch fünf von fünf Sternen bei goodreads bekommen. Möglicherweise aber auch, weil ich echt keine Ansprüche an das Buch hatte.

Fazit

Ich finde, das Buch ist durchaus lesenswert. Ich bin mir nicht mal sicher, ob man den Vorgänger gelesen haben MUSS, um der Handlung folgen zu können. Ich denke, man kann es auch so lesen – allerdings helfen Vorkenntnisse schon enorm, um gerade die Gesellschaftsstrukturen zu verstehen. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, einen Blick in das Buch zu werfen. Einige der Problematiken weisen auch Parallelen zu unserer Gesellschaft auf, die einen zum Nachdenken anregen können.

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Januar 2020

Der Januar ist der neue Socktober … oder so … jedenfalls hab ich diesen Monat nur kleine Projekte fertig gestellt:

Aber es wurde auch anderweitig gefrickelt – so habe ich einen Charakter für unsere Shadowrun-Runde erstellt und mein Auto repariert.

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Buchkritik #1 – Reise zum Mittelpunkt der Erde

Quick facts

  • Verfasser: Jules Verne
  • Jahr der Veröffentlichung: 1864
  • Originalsprache: Französisch, „Voyage au centre de la terre“
  • Gelesen auf: Deutsch
  • Übersetzung von: Volker Dehs (2010)

Inhalt

In dem 1864 erschienenen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne geht es um – Überraschung – eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. War das schön, als Bücher noch sprechende Titel hatten! Spaß beiseite.
Im Buch macht sich der renommierte Wissenschaftler der Geologie und Mineralogie Prof. Otto Lidenbrock zusammen mit seinem Neffen Axel, dem Ich-Erzähler des Romans, auf den Weg nach Island, um dort den Snæfellsjökull hinabzusteigen und an seinem Grund hoffentlich den Weg zum Erdinneren zu finden. Warum gerade dort? Der Reise geht die Entdeckung eines mysteriösen Dokuments eines „Arne Saknussem“ voraus, der angeblich bereits diesen Weg eingeschlagen und den Erdmittelpunkt erreicht hat. Dabei stellte sich das Entziffern des in Runen verfassten Schriftstücks als mindestens so kompliziert wie die Reise nach Island an sich heraus.
Auf Island angekommen, begeben sich Professor und Neffe dann zusammen mit ihrem getreuen Führer Hans zum Vulkan und steigen diesen auch hinab. Ob sie wohl den Mittelpunkt der Erde erreichen werden?

Kritik

Die Antwort auf die vorangehende Frage weiß ich auch nach der Lektüre des Buches nicht ganz sicher. Die letzten 30 Seiten meiner Ausgabe befassen sich ausschließlich mit der Rückkehr zur Erdoberfläche, und lediglich ganz am Ende gibt es dann noch einen kleinen Plottwist, der dann die Frage aufwirft, ob die beiden es nicht vielleicht doch geschafft haben.
Grundsätzlich hat mir das Buch durchaus gefallen. Sprache und Stil muten möglicherweise etwas altmodisch an, aber das gefällt mir persönlich meistens ganz gut. Es gibt viele Verweise auf unterschiedliche wissenschaftliche Theorien und Fachgebiete, man lernt etwas über die Erdzeitalter, über Evolution und natürlich auch über den Stand der Dinge in der Wissenschaft zu Vernes Zeiten – das regt mitunter zum Schmunzeln an, wissen wir doch heutzutage bereits einiges mehr, zum Beispiel über den Erdkern.
Daher ist auch klar, dass die Geschichte reine Fiktion ist – aber unterhaltsam ist sie doch. Der exzentrische Professor, der stoische Isländer, der wankelmütige Jüngling – und natürlich darf auch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen. Auf die hätte meinetwegen auch verzichtet werden können, aber nunja, damals war das wahrscheinlich einfach so.
Meine Version ist eine kommentierte, wodurch ich viele Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte, bequem hinten im Buch nachschlagen konnte und entsprechend immer verstanden habe, worum es in der Geschichte gerade ging. Aus den Anmerkungen ging aber auch hervor, dass Jules Verne es mit seinen Recherchen nicht immer so ganz genau genommen hat – etwas, das mir selbst beim Lesen auch aufgefallen war. Ich habe Skandinavistik studiert, kann Runen lesen und sowohl Dänisch und Schwedisch als auch Isländisch verstehen – daher sind mir insbesondere bei dem Dokument des Arne Saknussemm als auch bei der von Verne beschriebenen Sprache Dinge aufgefallen, die nicht so ganz plausibel waren. Zunächst mal wurden Runen nicht geschrieben, sondern überwiegend in harte Oberflächen geritzt – wie bei den bekannten Runensteinen. Außerdem verwendet man bei der Runenschrift keine Doppelkonsonaten oder -vokale. Man kann natürlich argumentieren, dass Herr Saknussemm sich nur der mysteriösen Schrift seiner ältesten Vorfahren bediente, um seine gegenwärtige Sprache zu codieren. Und das ist ja auch okay. Fiel mir halt nur so auf. Außerdem hat Verne den Reiseführer Hans bequem Dänisch sprechen lassen (das im Großteil der Fälle allerdings auch eher Schwedisch ist), und nicht etwa Isländisch. Es wäre aber auch vielleicht ein bisschen viel verlangt, wenn sich ein Franzose im 19. Jahrhundert Isländisch draufschafft, nur, um ein authentisches Buch zu schreiben.
Auf der anderen Seite hat das Buch bei mir wieder eine große Sehnsucht nach Island geweckt. Gerade die Beschreibungen des alten Reykjavík fand ich sehr beschaulich.

Fazit

Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch, das einen gerade zum Ende hin in seinen Bann zieht und auch unvorhergesehene Wendungen bereithält. Es liefert einen spannenden Einblick in den Stand der Wissenschaft zu der Zeit des Erscheinens und kommentiert dies auch teilweise mit einem Augenzwinkern. Eine unterhaltsame Lektüre.

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Dezember 2019 und kleiner Jahresrückblick

… und so schnell ist 2019 dann auch schon wieder vorbei. Gerade der Dezember ist nur so vorbei gerast, jedenfalls kam mir das so vor, aber das mag auch am Urlaub und an der Weihnachtszeit gelegen haben. Aus diesen Gründen habe ich auch relativ viel zu erzählen – und am Ende ziehe ich auch noch ein kleines Fazit zum ganzen Jahr.

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November 2019

Der zweite Eintrag dieser Art und ich muss sagen, dass mir das Bloggen so deutlich besser in die Zeitplanung passt. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch regelmäßiger etwas schreiben werde, wenn ich ein bisschen mehr Routine habe und den Blog besser in meinen Alltag integriert habe.
Also, was ist im November passiert?

  • Stricktreffen in Hamburg
  • Dienstreise nach Bonn
  • (Weihnachts-)Geschenkeproduktion
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(S)Oktober 2019

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Da ich es ja offensichtlich nicht schaffe, regelmäßig meine Projekte bzw. Reisen oder was auch immer zu verschriftlichen, versuche ich es jetzt mal mit Monatsübersichten. Zumindest als Anfang. Damit ich dabei bleibe. Vielleicht.

Also: Oktober 2019. Was war da so los? So Einiges:

  • Herbstmarkt im Freilichtmuseum Molfsee
  • Theater an der niederdeutschen Bühne Kiel
  • Besuch der Arche Warder
  • Krönchenkal vom Frickelcast
  • Socktober Knitalong
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Mapala-Shirt

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Nach langer Zeit gibt es nun mal wieder einen Beitrag hier. Ich habe in der Zwischenzeit viel gestrickt und bin auch gereist, das wird dann bei Gelegenheit mal verblogt. Oder auch nicht. 😀

Momentan habe ich große Lust darauf, Sommersachen zu stricken. Das geht schnell und man hat auch im Sommer selbstgestrickte Kleidung parat. Gerade bei uns im hohen Norden kann es auch im Sommer mal kalt und ungemütlich sein, deshalb ist es ratsam, nicht nur dünne Tops und Shirts im Schrank zu haben.

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Socktober 2018

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In der Strick-Community ist der Oktober stets den Socken gewidmet – die Wortbildung „Socktober“ bietet sich ja auch geradezu an. Und ich habe es nun eeeendlich Mitte November mal geschafft, darüber einen Blogpost zu schreiben. Das muss regelmäßiger werden! Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen, dass ich relativ viel Stress mit der Arbeit hatte und mir auch ein paar andere Dinge auf der Seele lagen, die mich vom Schreiben abgehalten haben.

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Urlaub auf Sardinien

Wir wollten den Feiertag bestmöglich nutzen und entschlossen uns daher, ein paar schöne Tage auf Sardinien zu verbringen, bevor der Herbst endgültig zuhause einkehrt. Ich hatte vor einiger Zeit eine Reportage über Sardinien gesehen und wollte unbedingt mal hin. Als wir dann unseren Freunden und Arbeitskollegen von unseren Plänen berichteten, waren auch alle total begeistert, O-Ton: „Da wollte ich auch schon immer mal hin!“