November 2019

Der zweite Eintrag dieser Art und ich muss sagen, dass mir das Bloggen so deutlich besser in die Zeitplanung passt. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch regelmäßiger etwas schreiben werde, wenn ich ein bisschen mehr Routine habe und den Blog besser in meinen Alltag integriert habe.
Also, was ist im November passiert?

  • Stricktreffen in Hamburg
  • Dienstreise nach Bonn
  • (Weihnachts-)Geschenkeproduktion

Am 8.11. fand ein Stricktreffen in der „Destille“ im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg statt, an dem ich auch teilnahm. Für mich war es das erste Stricktreffen dieser Art und auch in dieser Größe – denn es waren sage und schreibe 40 Strickerinnen da, die sich gegenseitig kennenlernen wollten, alle aus einem Umkreis von etwa 100–200 km um Hamburg. Organisiert wurde das Ganze von der lieben Stephie (@stephie.stricktwieder) unter dem Hashtag #stricktreffhamburgnordlichter, die sich um die passende Location gekümmert hat und sogar noch einige Sponsoren auftun konnte, sodass es ein rundum gemütliches und schönes Treffen war. Ich kannte im Vorfeld niemanden und war dann sowohl überrascht als auch erleichtert, wie schnell und unkompliziert man doch mit den anderen in Kontakt gekommen ist, vor allem, weil es vielen so ging wie mir. So wurde viel gequatscht, gestrickt, Kaffee getrunken und Kuchen und Kekse gegessen, die Zeit verging wie im Fluge. Ich habe auch gar keine Fotos gemacht, einfach, weil ich niemanden so recht kannte und auch keinem auf die Füße treten wollte, und auch, weil ich lieber ins Gespräch kommen wollte. Am 8.2.20 findet dann auch direkt schon das nächste „Nordlichter“-Treffen statt und ich habe mich auch schon dafür angemeldet. Bestimmt wird es genau so nett wie das letzte.

Der alte Plenarsaal des ehemaligen Bundestags

Vom 22.–24.11. fand in Bonn eine Übersetzerkonferenz des BDÜ unter dem Titel „Übersetzen in die Zukunft“ statt, zu der ich von meiner Firma geschickt wurde, um mit meiner Kollegin einen Vortrag zum Thema „Maschinelle Übersetzung“ zu halten. Die Konferenz fand im ehemaligen Bundestag statt – eine atemberaubende und geschichtsträchtige Kulisse. Es war sehr eindrucksvoll. Die UN befindet sich auch gleich nebenan, ebenso wie das Haus der Geschichte, das ich jedem, der sich mal nach Bonn verirrt, wärmstens ans Herz legen möchte. Es ist ein Museum der neuen deutschen Geschichte (nach Ende des Zweiten Weltkriegs), kostenlos und wahnsinnig beeindruckend. Es gibt unzählige tolle Exponate, die wirklich zum Nachdenken anregen. Insbesondere den Umgang mit dem Holocaust in den verschiedenen zeitlichen Epochen fand ich sehr gut dargestellt. Ich hatte mich über die Konferenz für eine Führung angemeldet und hatte dementsprechend leider nur knapp 70 Minuten Zeit, mir die Ausstellung anzusehen, was längst nicht ausreichte, auch wenn wir eine wirklich kompetente Museumsführerin dabei hatten. Für mich steht schon fest, dass ich noch mal wiederkommen und mir das Museum ganz in Ruhe und ausführlich angucken muss. Die Konferenz an sich war aber auch sehr interessant, mit so illustren Gästen wie Samuel Läubli oder Florian Faes. Ich habe viel Neues gelernt und viele interessante Menschen getroffen, und hoffe, dass ich die Erfahrungen in den Arbeitsalltag transferieren kann.

Ein Adventskranz wurde natürlich auch gebastelt.

Jetzt bin ich mir nicht sicher, wie viel ich von meinem Gestrick preisgeben sollte, da Weihnachten ja noch nicht durch ist und ich nicht weiß, wer so alles meinen Blog liest! Sagen wir mal so, ich habe alles fertig. Damit bin ich dieses Jahr echt früh dran. Ich finde, einer der tollen Aspekte des Strickens ist, dass man damit immer etwas verschenken kann, das von Herzen kommt, mit dem man sich Mühe gegeben hat, und das der Beschenkte auch zu schätzen weiß (meistens). Mir ging es vorher immer so, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was ich zum Beispiel meinem Vater schenken sollte. Jetzt weiß ich, dass ich mit einem Schal, einem Halstuch oder einem Paar Socken nicht viel falsch machen kann. So bekommt er dieses Jahr ein schlichtes, quadratisches Halstuch aus der Alpakka Silke von Sandnes, die ich am Tag des o. g. Stricktreffens bei mylys in Hamburg gekauft habe. Immer, wenn ich in Hamburg bin und die Zeit es zulässt, besuche ich diesen kleinen Laden in der Weidenallee, denn hier findet man eine tolle Auswahl an Garnen, an die ich hier in Kiel nicht drankomme und dann meistens bestellen muss. Aber: support your local (yarn)store! ;D Dort habe ich auch zwei Stränge der Alpaca 2 von Isager gekauft, aus denen ich für meinen Bruder den Schal nach der kostenlosen Anleitung „Simple Lines“ von Simone A. gestrickt habe. Ich habe das Muster etwas abgewandelt und den Schal schmaler gestrickt, dann kam ich mit den 100 g auch gut aus. Und der Schal ist wahnsinnig leicht und flauschig, wärmt aber auch gut! Ein Träumchen.

Simple Lines von Simone A.


Für meine Mutter habe ich schon vor ein paar Wochen Handstulpen mit Löwenzahnmuster drauf gestrickt, weil das ihre Lieblingsblume ist. Bei ihr ist das aber immer etwas schwierig mit den Geschenken, dass, was ich ihr schenke, gefällt ihr meistens nicht so gut wie das, was ich mir selber mache. Dann ist sie immer ganz erstaunt, wie viel Zeit und Geld man so in ein Teil investiert, wenn sie mich dann fragt, ob ich ihr nicht auch so eins machen könnte. Ich trage mich daher schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, ihr das Stricken mal beizubringen, damit sie sich selber etwas Schönes machen kann. Mal überlegen, ob ich ihr da noch eine Art Gutschein für bastle oder so.

Making-of der Wishmaker Mitts


Am 27.11. hatte meine Patentante dann Geburtstag und hat spontan dazu eingeladen – da musste dann auch spontan noch ein Geschenk her. Ich hatte von einer Freundin mal ein Knäuel „Forte“ von Lang Yarns geschenkt bekommen und wusste nicht so recht, was ich damit machen sollte. Also habe ich mir schnell was überlegt und ein Stirnband mit Twist daraus gestrickt. Und weil mir das so gut gefallen hat und ich noch genug Wolle übrig hatte, hab ich mir gleich auch selbst noch eins gestrickt. 🙂 Ich überlege nun, die Anleitung kostenlos zur Verfügung zu stellen, denn das ging echt schnell und war wirklich nicht schwer.
Fertig geworden ist ansonsten nichts, ich habe einen Kniestrumpf gestrickt und an einem Tuch weitergestrickt – im Dezember läuft der #MachDasUfoFertigKAL des Frickelcast, da bin ich dabei und kriege hoffentlich ein paar Ufos fertig. Davon berichte ich dann nächstes Mal. 🙂

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