(S)Oktober 2019

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Da ich es ja offensichtlich nicht schaffe, regelmäßig meine Projekte bzw. Reisen oder was auch immer zu verschriftlichen, versuche ich es jetzt mal mit Monatsübersichten. Zumindest als Anfang. Damit ich dabei bleibe. Vielleicht.

Also: Oktober 2019. Was war da so los? So Einiges:

  • Herbstmarkt im Freilichtmuseum Molfsee
  • Theater an der niederdeutschen Bühne Kiel
  • Besuch der Arche Warder
  • Krönchenkal vom Frickelcast
  • Socktober Knitalong

Der Herbst ist da. Die Temperaturen sanken teilweise bis zum Gefrierpunkt, an einigen Tagen hatten wir hier schon Bodenfrost – aber das freut den Norddeutschen ja in der Regel sehr, denn Bodenfrost kann nur eins bedeuten: Grünkohl!

Goldener Oktober

Am Anfang des Monats war es aber noch nicht ganz so kalt. Ich hatte am Brückentag nach dem 3. Oktober frei und nutzte die Gelegenheit, den Herbstmarkt im Freilichtmuseum Molfsee zu besuchen. Ich mag das Museum und auch den Herbstmarkt sehr, weiß aber aus Erfahrung auch, dass es immer seeeehr voll ist. Daher fuhr ich Freitagmorgen früh los – und zwar mit dem Fahrrad, weil das erstens gesünder, zweitens umweltschonender und drittens unproblematischer bei der Parkplatzsuche ist. Richtige Entscheidung getroffen, würde ich sagen, denn die Leute parkten schon wieder sehr abenteuerlich um das Museum herum.

Schleswiger Kaltblut in Molfsee.


Das Wetter war eher diesig und es nieselte auch leicht, was mir aber entgegen kam, denn so hielt sich die Besucherschar doch noch in überschaubaren Grenzen. Es gab viel zu sehen, viele schöne und kreative Dinge. Die meisten Aussteller kennt man, wenn man in den letzten Jahren bereits öfter auf dem Markt war, allerdings bereits. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, im Gegenteil, ich freue mich jedes Jahr wieder auf die Tees von Boomers Gourmet, die Seifen von Naturseifen Freiburg und und und.


Der Besuch im Museum war auch die ideale Gelegenheit, meinen „Fern and Feather“-Pullover das erste Mal auf Herz und Nieren zu testen. Eine Jacke fand ich für die rund 15 km Fahrradfahrt zu warm, deshalb hatte ich nur den Pulli neben Schal und Mütze an. Das ging auch echt gut. Die Schurwolle ist schön dicht und durch die natürliche Fettschicht auch wasserabweisend, sodass ich warm und (einigermaßen) trocken in Molfsee ankam.

Fast an jedem Wochenende im Oktober war ich außerdem auf der Niederdeutschen Bühne Kiel im Stück „Boeing Boeing“ zu sehen. Im Stück geht es um den Hamburger Innenarchitekten Bernd, der mit drei Stewardessen gleichzeitig liiert ist – und natürlich geht das schief. Zusammen mit seiner Haushälterin Elfie und seinem Jugendfreund Robert versucht Bernd, die Katastrophe abzuwenden.
Ich habe eine der Stewardessen, Jutta von der Lufthansa, gespielt. Insgesamt waren es gut 16 Aufführungen und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Das Ensemble war großartig und das Publikum meistens auch. Da es sich um eine Komödie handelt, wurde viel gelacht, was einem richtig viel zurück gibt. Viele Freunde, Familienmitglieder und sogar Kollegen kamen, um sich das Stück anzuschauen, und das Feedback war durchweg positiv. Einmal bekam ich sogar Blumen in die Garderobe! Eine tolle Erfahrung, die ich gerne bei Gelegenheit wiederholen würde! Zum Glück haben wir im Juni noch zwei Aufführungen, bevor die Zeit so richtig vorbei ist.

Da der Oktober so schön golden war, waren André und ich gleich zweimal in der Arche Warder zu Besuch. Letztes Jahr habe ich André zu Weihnachten eine Tierpatenschaft für ein Blondes Wollschwein geschenkt, wozu wir noch eine Jahreskarte gekauft haben. Und die muss man ja ausnutzen!

Ich finde es jedes Mal wieder so toll in der Arche Warder! Gerade weil es dort nur Nutztierrassen gibt. Man sieht richtig, wie gut es den Tieren geht, und lernt viel Neues über die verschiedenen Arten. Außerdem ist das Gelände so weitläufig, dass man sich auch noch schön bewegt. Die Schweine bekommen auch das ganze Jahr über Nachwuchs, sodass wir auch dieses Mal viele süße Ferkel zu Gesicht bekamen. Wenn man in regelmäßigen Abständen wiederkommt, sieht man auch richtig, wie schnell die wachsen.

Und natürlich kam auch das Stricken in diesem Monat nicht zu kurz, wie sollte es auch anders sein! Es wird wieder kühler und auch schneller dunkel am Abend, wodurch man automatisch mehr Zeit drinnen verbringt. Man braucht dann auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man mal den Tag eingemummelt auf dem Sofa verbringt, mit Tee, Netflix und Stricken. Herrlich!
Die Mädels vom Frickelcast hatten zum „Krönchenkal“ aufgerufen, also zum Knitalong mit den Regia-Premium-Qualitäten von Schachenmayr. Da das meine absolute Lieblingssockenwolle ist, war ich natürlich an Bord. Man musste nicht zwangsläufig Socken stricken, nur die Wolle war vorgegeben, aber es bot sich natürlich an, diesen KAL mit dem Socktober zu verbinden. Das habe ich dann auch gemacht.
Ich hatte noch reichlich von der Silk da und wollte schon lange was aus meinem Sockenbuch von Crasy Sylvie stricken – es sind dann gleich zwei Paar geworden. Erst die „Samt und Seide“ in Salbeigrün und zum Schluss noch die „Open work“ in Silber. Dazwischen hab ich noch die „Platessa Socks“ von Beatrice Olsson aus der Yak gestrickt, in zwei verschiedenen Grüntönen. Und noch ein paar Socken aus 6-ply-Sockenwolle für eine Freundin, die hatte sie sich gewünscht. Macht insgesamt 4 Sockenpaare in diesem Socktober! Eine gute Leistung, finde ich, vor allem, nachdem ich letztes Jahr nur 2,5 Paar geschafft habe. 🙂

Das wars für den Oktober! Ich bin schon ganz gespannt, ob ich es schaffe, für den November auch einen Post zu schreiben.

Selenter See

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