Fading Point by Joji Locatelli

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Im Juli starteten die Strickelfen einen Knitalong zu dem Fading Point von Joji Locatelli. Mich hat das Design schon lange angelacht, vor allem, weil dazu so wunderschöne Strick-Kits im Internet kursierten. So recht entscheiden konnte ich mich aber nicht. Teils aus Geiz, teils, weil ich einfach nicht genau das gefunden habe, was ich mir vorstellte, bastelte ich mir kurzerhand ein eigenes Fade-Kit. Ich wollte gern einen möglichst sanften Farbverlauf von Grau nach Mintgrün haben.  Dazu passend hatte ich noch einen Remmidemmi-Strang von Frida Fuchs in Kieselerde liegen – den ich am Ende gar nicht benutzt habe 😅Davon ausgehend habe ich aber gesucht. Bei Herbstblatt Regina fand ich dann ein Mini-Fade-Kit aus drei Strängen Hazel Soft Sock – Aggertalsperre, Mint to be und Eukalyptus. Diese drei kombinierte ich dann letztendlich mit zwei Strängen Remmidemmi in Mönchspfeffer und Marmorstein. Ich hab schon öfter mit der Remmidemmi von Frida Fuchs gearbeitet und mag sie sehr gern. Von der Farbe Marmorstein war ich allerdings ein klein wenig enttäuscht, weil sie doch seeehr wenige Sprenkel hatte – naja. Außerdem war trotz der Fingering-Qualität beider Garne das von Herbstblatt Regina deutlich „dicker“ (verzeiht mir meine lapidare Ausdrucksweise) als das von Frida Fuchs. Nach dem Spannen ist der Unterschied aber nicht mehr so auffällig.

Ich begann also auch pünktlich am 1. Juli, meine Stränge zu wickeln. Erst mal nur die Grünen, da bis zu Farbe 4  und 5 noch etwas Zeit verstreichen würde. Aufgrund verschiedener anderer Angelegenheiten kam ich aber erst später dazu, anzunadeln, wie das halt immer so ist.

Und dann hat mich die Anleitung leider fertig gemacht 😄 Erst mal konnte ich sie nicht anständig ausdrucken, weil die Schriftart nicht unterstützt wurde und sämtliche Buchstaben aus kleinen Kästchen mit Fragezeichen drin bestanden. Die Strickschrift war aber zu gebrauchen, also hangelte ich mich erst mal daran entlang. (Papier sparen und so.) Die Anleitung hatte ich zusätzlich auf meinem Handy offen, denn die „Chevron“-Abschnitte hatte ich schnell im Kopf und musste nicht dauernd nachlesen.

Doch auch das Lace-Muster machte mich wahnsinnig … Eigentlich ist das Muster nicht allzu kompliziert. Nach ein paar Wiederholungen hat man es auch einigermaßen im Kopf und kann sehen, was für eine Masche wo hinkommen muss. Aber bis ich an diesem Punkt angekommen war … war ich schon recht gefrustet vom dauernden Zurückstricken und habe den Fading Point auch mal für ein paar Tage zur Seite gelegt. Nach dem ersten Farbwechsel und nach dem Übergang zu den schmaleren Laceteilen war ich dann aber fast wieder versöhnt.

Trotzdem hat die Fertigstellung des Fading Point bei mir fast doppelt so lange gedauert, wie der Strickelfen-KAL veranschlagt war. Ziel war es ja, das Projekt im Juli zu beenden. Ich habe im Juli nur den ersten Teil fertig bekommen – zu meiner Entschuldigung sei aber gesagt, dass es ein einmaliger Sommer war und ich meine spärliche Freizeit lieber am Strand oder auf dem Motorrad verbracht habe. Auch während meines Urlaubs im August gab es nicht einen Regentag, an dem ich guten Gewissens hätte „knitflixen“ können.

Nun ja! Am Ende es Urlaubs war es aber irgendwie vollbracht – der Fading Point war abgekettet, wurde dann gewaschen und gespannt. Und er wurde riesig! Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich ihn tragen soll. Durch die etwas dickere Qualität der Hazel Soft Sock ist er nicht so luftig-leicht, dass man ihn komplett um den Hals schlingen könnte – mir wäre das jedenfalls zu viel. Vielleicht ist er für laue Sommerabende, an denen man noch lange draußen sitzt, gut … Ich werde schon eine Gelegenheit finden, da bin ich mir sicher. Ich bin jedenfalls sehr begeistert vom Ergebnis, es war die Mühe auf jeden Fall wert. Mit dem Farbverlauf bin ich zwar nicht gaaaanz zufrieden, weil mir der Übergang von der ersten zur zweiten Farbe etwas zu hart ist, aber das ist jetzt halt so.

Ich habe auch von allen Knäueln noch etwas übrig, ich würde also schätzen, dass ich ca. 360 m pro Farbe verbraucht habe, am meisten von der ersten Farbe. Von der zweiten ist komischerweise noch das meiste übrig. Mal sehen, was ich daraus mache – vielleicht eine Farbverlaufsmütze oder Stulpen. The Knittig Me hat ja gerade den Leafybeanie-KAL am Laufen, vielleicht wäre das eine Maßnahme? Wobei ich jetzt eigentlich erst mal etliche Söckchen und Mützchen für die bald geborenen Babys in meinem Verwandtenkreis stricken „muss“. Mal schauen.

 

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Ich versuche mich auch mal an Linkpartys und verlinke diesen Beitrag bei Meine Fummeley von Caros Fummeley und bei Lieblingsstücke.
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